Red-Bull-Berater glaubt noch an WM-Titel für Verstappen

Foto: Formel-1-Rennauto von Red Bull (über dts Nachrichtenagentur)
Foto: Formel-1-Rennauto von Red Bull (über dts Nachrichtenagentur)

 
 
 

Barcelona (dts Nachrichtenagentur) – Red-Bull-Rennberater Helmut Marko hat trotz eines 30-Punkte Vorsprungs von Lewis Hamilton (Mercedes) die Hoffnung auf den WM-Titel in dieser Fomel-1-Saison für seinen Schützling Max Verstappen noch nicht aufgegeben. „Wir wissen, was noch im Auto drinnen steckt. Erklärtes Ziel ist es, jüngster Weltmeister zu werden“, sagte Marko in der Sendung „Sportbude“ der RTL/n-tv-Redaktion.

Die Red-Bull-Boliden seien noch nicht voll ausgereift. „Wir machen kontinuierliche Fortschritte in unsrer Chassis-Abteilung. Es ist ja kein Geheimnis, dass wir nicht da sind wo wir sein wollen.“

Für den anstehenden Grand-Prix in Barcelona hegt Marko allerdings kaum Hoffnung auf eine Pole Verstappens. Vielmehr sieht er Mercedes beim Qualifying mit bis zu einer Sekunde vorn. Red Bull bringe allerdings veränderte Teile mit.

„Mit diesen relativ wenigen Teilen versuchen wir, große Veränderungen zu bewirken. Ich glaube, dass wir Mercedes wieder ein enges Rennen liefern können.“ Marko verwies zudem darauf, dass auch Verstappens Teamkollege Alexander Albon zuletzt sehr stark performt habe: „Er hat in Silverstone die zweitschnellste Zeit hingelegt, wenn er also das Qualifying mal hinbekommt, haben wir zwei starke Autos im Feuer.“

Ziel sei deshalb ein starkes Abschneiden schon im Qualifying: „Das ist ganz klar das Ziel, denn wir wollen mit zwei Autos gegen Mercedes antreten. In Silverstone hatten sie es leichter, weil nur Max als Gegner war, bei zwei Autos wird es mit der Strategie schwieriger.“ Großes Lob zollte Marko dem deutschen Piloten Nico Hülkenberg für seinen Auftritt am vergangenen Wochenende in Silverstone: „Hut ab, die Quali-Leistung vom Hülk war außerordentlich. Erstens hatte er die lange Pause, zweitens war er bei keinerlei Tests und Stroll hat da alle Kilometer und Rennen gefahren.“ Er habe seinen Teamkollegen eindrucksvoll distanziert. „Ich hoffe es für ihn, dass er irgendwo ein Cockpit findet. Momentan ist es schwierig, aber wir haben eine lange Saison und mit dieser Leistung hat er die beste Visitenkarte abgegeben.“ Hülkenberg hatte in Vertretung von Sergio Perez im Racing Point sensationell Platz 3 im Qualifying geholt und dabei auch seinen Teamkollegen Lance Stroll abhängen können. Im Rennen selbst holte er am Ende Platz 7.