Sophia Flörsch: „Formel Eins ist bereit für eine Frau“

Foto: Formel-1-Rennauto von Mercedes (über dts Nachrichtenagentur)
Foto: Formel-1-Rennauto von Mercedes (über dts Nachrichtenagentur)

 
 
 

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die junge Rennfahrerin Sophia Flörsch meint, „die Formel Eins ist bereit für eine Frau“. „Man muss wirklich sagen, dass sich viel in Bezug auf die Frauenrolle ändert, auch in unserem Sport“, sagte Flörsch dem Portal „Wunderweib“. Nach ihrem schweren Unfall beim Grand Prix in Macao im November 2018, bei dem die 18-Jährige eine Wirbelsäulenfraktur erlitt, ist die Formel-Drei-Fahrerin nun wieder bereit, in den Motorsport einzusteigen.

„Es ist wirklich so, dass man erst weiß, wie sehr man etwas liebt, wenn man kurz davor ist, es zu verlieren. Jetzt genieße ich jeden Moment. Es geht nun darum, so viel zu fahren wie möglich. Ich habe nächste Woche mein erstes Rennen“, so die Rennfahrerin weiter. Zukünftig ist es ihr Ziel, Rennfahrerin in der Formel Eins zu werden. „Jetzt bin ich in der Formel 3, die Formel 2 ist noch dazwischen. Dafür muss man eigentlich zwei Jahre rechnen. Aber ja, in drei, vier, fünf Jahren wäre es schön“, so Flörsch weiter. Um sich als Frau im männerdominierten Sport des Rennfahrers zu beweisen, müsse man sich mehr als so mancher Junge durchsetzen, um vom Team respektiert zu werden.

„Da es halt doch noch dieses Vorurteil gibt, dass Frauen nicht Autofahren können. Ich meine, es gab eben aber noch nie eine wirklich erfolgreiche Frau, deswegen kann man es ihnen auch nicht so übel nehmen“, so die Formel-3-Fahrerin weiter. Trotzdem glaube sie, eine erfolgreiche Frau würde dem Sport helfen, auch in den Königsklassen. „Damit auch Kinder, vor allem Mädchen, verstehen, dass eine Frau das machen kann“, sagte Flörsch dem Portal „Wunderweib“. Ihr sei es wichtig, langfristig Partner zu finden, die den Weg mit ihr gingen und an sie glaubten. „Auch wenn es Leute gibt, die nicht an dich glauben und dir sagen, dass du es nicht schaffen wirst. Immer positiv denken, dein Ziel vor Augen haben und dafür kämpfen“, so die Rennfahrerin.