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Juve vor dem 7. Meistertitel in Folge

Kalidou Koulibaly sah in Florenz in der Startphase die Rote Karte

ITALIEN ⋅ Juventus Turin steht vor dem 7. Meistertitel in Serie in der Serie A. Nach dem Sieg der Turiner in extremis am Samstag in Mailand verliert Verfolger Napoli am Sonntag bei Fiorentina 0:3.

Am Tag nach der spektakulären Wende von Leader Juventus gegen Inter (2:3) mit zwei Treffern in den letzten drei Minuten hielt Napoli dem Druck nicht stand. Der Verfolger driftete auswärts gegen die Fiorentina ab und liess sich von Giovanni Simeone vorführen; der 22-jährige Sohn von Atlético-Trainer Diego stoppte den Juventus-Herausforderer mit einer Tor-Triplette im Alleingang.

Kalidou Koulibaly, am letzten Sonntag der späte Matchwinner beim 1:0-Triumph in Turin, beschleunigte den Absturz mit seinem frühen Platzverweis. Eine Woche nach dem flächendeckenden Feuerwerk in der Stadt am Vesuv zog im Süden der Nebel der Tristesse auf. Die bald 28-jährige Dürrezeit ohne Scudetto dürfte weitergehen, die Routiniers der Bianconeri werden sich die siebte Trophäe nacheinander kaum mehr entgehen lassen – vier Punkte Vorsprung müssten der erfolgreichsten Equipe der Juve-Geschichte genügen.
Widmer mit Tor und Sorgen

Turbulenter hätte der Einstand von Igor Tudor bei Udinese Calcio nicht verlaufen können. Fünf Tage nach dem Amtsantritt des kroatischen Trainers erlitt das schlingernde Team aus dem Friaul einen nächsten Rückschlag. Nach einem späten Umschwung vom 1:2 zum 3:2 entglitt den Gästen beim Absteiger Benevento in der 90. Minute der Sieg.

Trotz über 33-minütiger Überzahl resultierte für die angezählte Squadra der beiden Schweizer Nationalspieler Silvan Widmer und Valon Behrami nach elf Niederlagen in Folge nur ein Remis. Die Doppietta von Topskorer Kevin Lasagna innerhalb von 60 Sekunden verlor nach dem Schlusspunkt des französischen Ex-Internationalen Bacary Sagna an Wert – der bis zur Winterpause arbeitslose Finalist der letzten EM markierte in der 90. Minute mit seinem ersten Serie-A-Tor den Ausgleich.

Verteidiger Widmer, dem früh das 1:0 gelungen war, stand beim finalen Spiel ohne defensive Grenzen nicht mehr auf dem Rasen. Ihm und den Bianconeri Friuliani droht weiterhin ein unangenehmes Saisonende. Die Nervosität ist greifbar, die Marge zur Abstiegszone beträgt drei Runden vor Schluss nur drei Punkte.

Diametral anders präsentiert sich die Ausgangslage für Widmers SFV-Kollege Remo Freuler. Die Zürcher Stammkraft von Atalanta ist erneut auf europäischem Kurs. Bergamo zelebrierte gegen Genoa (3:1) den dritten Sieg in Serie und ist weiterhin vor Milan in den Top 6 klassiert; die Mailänder stoppten ihren Sinkflug nach sechs sieglosen Runden mit einem 2:1 in Bologna.