Snowboard-Queen Gasser bangt um X-Games-Start

PYEONGCHANG,SOUTH KOREA,22.FEB.18 - OLYMPICS, SNOWBOARDING - Olympic Winter Games PyeongChang 2018, Big Air, ladies. Image shows Anna Gasser (AUT). Keywords: medal. Photo: GEPA pictures/ Mathias Mandl

Im Mai steigen in Norwegen die X-Games – ohne Anna Gasser? Die Olympiasiegerin laboriert an einer Verletzung – und hat ein Frisur-Problem.

Anna Gasser hat am Snowboard alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt – WM-Gold, Olympia-Gold und zwei Mal die X-Games. Im Mai möchte sie bei den X-Games in Norwegen erneut antreten. Doch der Start wackelt. Grund ist eine ungute Verletzung.

Bänder verletzt

Konkret geht es um eine Bänderzerrung im Knöchel, die Gasser im Training erlitt. Ganz ausgeheilt ist die Blessur noch nicht, was sich auch auf die Vorbereitungen auswirkt. „Ich werde nur nach Norwegen reisen, wenn ich vorher noch ein bis zwei Wochen gut trainieren kann und eine realistische Chance auf eine Medaille habe“, stellt Gasser klar.

Dreifach-Sprung

Bis zum 19. Mai hat sie noch Zeit. Aber Gasser denkt weiter. Zum Beispiel an die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking. „Die sind ein Thema. Aber ich muss schauen, wie der Körper mitmacht. Es ist in meinem Hinterkopf, das zu probieren.“ Was sie auch probieren will, ist der erste Dreifach-Sprung einer Frau. „Aber da muss ich noch viel trainieren und das Risiko abwägen.“

Mehr Frauen

Bis zur WM 2019 in Park City soll aber auch dieses Ziel erreicht sein. Gasser will damit auch für mehr Weiblichkeit im Freestyle-Bereich sorgen. „Ich hoffe, eine Initialzündung zu sein, dass mehr Mädchen diesen Sport machen.“ So bekannt wie Marcel Hirscher ist Gasser übrigens noch nicht. „Außerhalb von Österreich werde ich ohne Sponsoren kaum erkannt.“ Nachsatz: „Aber zu Hause kann ich unfrisiert nicht mehr vor die Tür gehen.“