HANDBALL ⋅ Die am vergangenen Wochenende ausgetragene viertletzte Runde der NLB-Männer ist ganz nach dem Geschmack der Altdorfer verlaufen.

Dank dem hart erkämpften Auswärtssieg in Birsfelden ist der Abstand zu den beiden Tabellenletzten Siggenthal und Birsfelden auf sechs Punkte angewachsen. Rein rechnerisch könnten die beiden Schlusslichter noch zu den Urnern aufschliessen. Das ist jedoch mehr als unwahrscheinlich, denn Siggenthal und Birsfelden müssten in den verbleibenden drei Runden lauter Kantersiege einfahren und Altdorf gleichzeitig drei Kanterniederlagen kassieren. Die Urschweizer haben den Ligaerhalt somit schon so gut wie in trockenen Tüchern und können sich nun nach oben orientieren.

Wegen dem aktuellen Gedränge im Mittelfeld ist noch einiges möglich. Altdorf hat als Tabellenzehnter nur gerade zwei Punkte Rückstand auf den Ranglistensechsten Stäfa. Ein Vorrücken in die erste Tabellenhälfte ist für die Gelb-Schwarzen durchaus noch realistisch, zumal sie ein relativ einfaches Restprogramm zu bestreiten haben. Biel, Horgen und Steffisburg sind allesamt Gegner, die in dieser Saison keine grossen Stricke zerrissen haben.

Ein ansehnlicher Satz nach oben winkt der KTV Truppe bereits morgen Samstag beim Gastspiel im Berner Seeland gegen den Tabellensiebten Biel. Mit einem Sieg könnten sie nicht nur die Gastgeber überflügeln, sondern wahrscheinlich gleichzeitig auch noch die achtplatzierte SG Pfadi/Yellow Espoirs. Die Zürcher bekommen es am Samstag mit dem Ranglistenzweiten Baden zu tun und dürften kaum zu Punkten kommen.

Folgt jetzt der vierte Streich?

Der KTV Altdorf befindet sich schon seit geraumer Zeit in einem Hoch. Zuletzt konnte er drei Siege in Serie feiern. Die Erfolge über die SG Yellow/Pfadi, Siggenthal und Birsfelden fielen alle relativ deutlich aus. Nun könnte durchaus der vierte Streich en Suite folgen. Biel ist ein Gegner, der in der aktuellen Verfassung eigentlich zu packen sein sollte. In den vergangenen Wochen schwächelten die Seeländer ein wenig. Von den letzten fünf Spielen konnten sie nur deren zwei für sich entscheiden. Für die Altdorfer spricht auch die Tatsache, dass sie in der Hinrunde Biel mit 32:30 Toren besiegten, obwohl sie anfangs Dezember noch nicht so gut im Schuss waren wie jetzt. Damals führten die Innerschweizer phasenweise mit vier Toren Vorsprung, bekundeten dann jedoch in der Schlussphase grosse Mühe, die stark aufkommenden Bieler in Schach zu halten.

Aus Urner Sicht auch sehr interessant ist ein Blick auf die NLB-Torschützenliste. Diese wird nach wie vor vom Altdorfer Topskorer Mario Obad angeführt. Allerdings beträgt sein Vorsprung auf die drei härtesten Verfolger zwischen zwei und fünf Toren.